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Aschaffenburg
e.V.
Das Vereinsheim als Ikone der kultivierten Gesellschaft
Nanna Hirsch + Lex Rijkers
4. Juli – 13. September 2010
Eröffnung: Sonntag, 4. Juli, um 18 Uhr
Museumsnacht: Freitag, 9. Juli, 19 – 24 Uhr
Die Kanalisierung des menschlichen Aktionswillens im Vereinswesen ist
eine grundlegende Kulturleistung. Affen gründen keine Vereine, benennen
keine Schriftführer und bauen sich keine Vereinsheime. Versammlungsstätten
aller Art leisten einen grandiosen Beitrag zur Sozialisation des Individuums
als interaktiver Bestandteil seines Kulturkreises. In ihrem Erscheinungsbild
haben sie eine visuelle Prägnanz entwickelt, die in ihrer formalen
Reduktion oftmals bereits Zeichencharakter besitzt.
Das Kornhäuschen zeigt mit Arbeiten von Nanna Hirsch und Lex Rijkers
eine Typologie des Vereinsheims als kulturelles Superzeichen unserer Gesellschaft.
Nanna Hirsch (*1967) studierte Kommunikationsdesign an
der FH Darmstadt und Literaturwissenschaft an der Universität Konstanz.
Lex Rijkers (*1966) studierte Maschinenbau und Architektur
an der TU Braunschweig und TH Darmstadt. Sie leben und arbeiten in Aschaffenburg.
Im gemeinsamen Büro Resonatorcoop werden Projekte in den Bereichen
Architektur, Design, Ausstellungsgestaltung und Kunst im öffentlichen
Raum geplant und realisiert. Mit dem Osmotischen Raum und der Veranstaltungsreihe
Erwo / Erweitertes Wohnzimmer im NKV Aschaffenburg betreuen sie seit 2001
eine interdisziplinäre Plattform für kulturellen Austausch.
Ausstellungen: Compost 5 – Ästhetische Alltagsprothesen, Osmotischer
Raum, Aschaffenburg / Camping Beletage, Osmotischer Raum, Aschaffenburg,
i.Z.m. Thomas Wecker / Osmoland, Osmotischer Raum, Aschaffenburg, i.Z.m.
Steffi Harzbecher / Der Hosenspanner, Dokumentar-film, Filmfeste Hamburg,
Vilnius, Stuttgart, Bogota und Quito / Parasite Paradise, Leidsche Rijn,
Utrecht, NL, i.Z.m. Daniel Milohnic + Dirk Pasche / Fun Palace 200X, Berlin,
i.Z.m. Daniel Milohnic / Ins Licht gerückt 4, NKV, Aschaffenburg
/ Eintracht Frankfurt Museum, Ausstellungsgestaltung, i.Z.m. Arge Eintracht
Frankfurt Museum / LKW Gallery, Danzig, i.Z.m. Daniel Milohnic
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