Mykorrhiza
Klasse Mandla Reuter
Kornhäuschen & Glashaus Arkardenhof Kunsthalle Jesuitenkirche
13.12.2025–18.01.2026
Eröffnung am 13.12.2025 um 18 Uhr
Mykorrhiza beschreibt die intime Verbindung von Pilz und Pflanze, ein Geflecht aus Hyphen und Wurzeln, das sich tief im Verborgenen verschränkt und eine gemeinsame Lebenslinie bildet. Diese stille Architektur des Austauschs, die auf zellulärer Ebene wirkt, bildet den gedanklichen Ausgangspunkt der Ausstellung: ein Bild für ein künstlerisches Netzwerk, das wächst, sich verzweigt und dort sichtbar wird, wo es Resonanz findet.
Die Studierenden der Klasse Mandla Reuter der Hochschule für bildende Künste Dresden wurden vom Kornhäuschen eingeladen und haben sich im Vorfeld intensiv mit Aschaffenburg und seinem urbanen Geflecht auseinandergesetzt. Die spezifischen Strukturen, Spannungen und Übergänge der Stadt prägen die Themenwahl und bilden den Nährboden für die künstlerischen Setzungen, die sich aus dieser Auseinandersetzung heraus entwickeln.
Das Kornhäuschen fungiert als Kernraum des Projekts, ein Ort, an dem erste Impulse verdichtet entstehen. Das Glashaus im Innenhof der Kunsthalle und des Christian Schad Museums wird zu einem weiteren Knotenpunkt, an dem die Arbeiten in eine gemeinsame Form treten und das Geflecht der Ausstellung eine zusätzliche räumliche Verankerung erhält.
Von diesen beiden Zentren aus breitet sich Mykorrhiza in Aschaffenburg aus und tritt an unerwarteten Orten zutage: als ephemere Interventionen im Stadtraum, als infiltrierte Setzungen im Showroom eines Möbelhauses, als präzise platzierte Arbeiten im Ausstellungsraum Monochrom. Jede dieser Positionen reagiert auf ihren Kontext, verschiebt Bedeutungen, setzt Irritationen und hinterlässt sichtbare oder kaum merkliche Spuren im urbanen Gefüge.
In der wachsenden Ausbreitung dieses Geflechts entsteht ein Spannungsfeld aus Sichtbarkeit und Verborgenheit. Manche Arbeiten erscheinen wie spontane Aufblühungen und verschwinden wieder, andere bleiben bestehen und verändern die Wahrnehmung ihrer Orte. Die Ausstellung bewegt sich damit zwischen organischem Wachstum und bewusster Setzung und erinnert daran, dass kulturelle Prozesse nicht isoliert existieren, sondern immer in größere ökologische, soziale und imaginäre Zusammenhänge eingebettet sind.
Mit Arbeiten von:
Lino Angermann, Elena Loayza Berger, Martin Bertelmann, Rocco Emil Demmer, Emma Heckel, Stanislaw Heinzel, Stefanie Hollerbach, Karen Kamiya, Milan Karnetzky, Lukas Maksay, Marie Oberdorfer, Jakob Ostendorf,
Mahsa Parvizi, Annelene Schmidt, Julian Schnetter.
Die Ausstellung findet an folgenden Orten statt:
Kornhäuschen, Webergasse am Schloss, 63739 Aschaffenburg
Glashaus, Akardenhof Kunsthalle Jesuitenkirche, Pfaffengasse 26, 63739 Aschaffenburg
Monochrom, Weißenburger Str. 56, 63739 Aschaffenburg
Ausstellungseröffnung: Samstag, 13.12. ab 20 Uhr
Breitinger Showroom: Maybachstr. 3, 63741 Aschaffenburg
Eröffnung: 14.12. um 12 Uhr





















