FruchtBAR

Ausstellungsprojekt des Hanns-Seidel-Gymnasiums Hösbach und des Friedrich-Dessauer-Gymnasiums

Samstag, 16. Juni um 14 Uhr

16.06. & 17.06.2018

FruchtBAR ist das Ergebnis einer zweijährigen Auseinandersetzung der Klassen 6a und 6b mit dem Thema Obst. Unter der Leitung von StR Dörig erkundeten die Schülerinnen und Schüler konsequent nur ein Motiv, um daran die unterschiedlichsten Materialien und Techniken auszuprobieren.

Manchmal steckt gerade in einer solchen Begrenzung die Chance, das Sehen zu schulen und eine gewisse Vertrautheit mit dem Objekt zu erlangen, die im schulisch schnellen Alltag zu oft verloren geht. In der fünften Jahrgangsstufe galt es deshalb zunächst die Form der Frucht zu begreifen. Die Schülerinnen und Schüler taten dies im wörtlichen Sinne von begreifen, indem sie mitgebrachte Steine und Scherben betasteten und Formübereinstimmungen zu Früchten suchten. Die geforderte Zwiesprache mit dem Stein, der individuellen Form und Größe, welche zu Beginn des Malprozesses noch belächelt wurde, erwies sich jedoch als sehr hilfreich und die Steinfrüchte nahmen sehr schnell Gestalt an. Auf der kreativen und auch sehr intuitiven Suche nach Entsprechungen, wurden die Ergebnisse immer exotischer, komplizierter und skulpturaler. Das Anbringen von Etiketten, welche die Herkunft oder Produktionsweise belegen, war dann nur eine logische Konsequenz in der Bemühung der Schülerinnen und Schüler die naturalistische Wirkung der Früchte noch zu steigern.

Auf diese naturalistische Wiedergabe der Farbigkeit aufbauend änderte sich danach die Technik. Die Schülerinnen und Schüler sollten die gleiche naturalistische Wirkung von Farbe und Schatten mit Hilfe der Collagetechnik erzeugen. Die Abbildungen wurden dadurch die Verwendung von Zeitschriftenschnipsel bewusst abstrakter, verloren jedoch nichts an Ausdruck und Präzision, sie gewannen sogar zusätzlich noch an Komplexität durch Zeichen, Buchstaben und Sprache.

In der sechsten Klasse wurde dann plastisch mit Pappmaché gearbeitet und die Dimensionen der Früchte wurde enorm vergrößert. Dabei entstanden Früchte und Fruchtscheiben, die in ihrer Farbigkeit und Materialität an die Popartwerke eines Claes Oldenburg erinnern, die allesamt auf eigens für jede Frucht angefertigten Pappsockeln präsentiert werden. 

Abschluss und Meisterschaft in Beherrschung von Form und Farbigkeit - sozusagen die Früchte von zwei Jahren intensiver Arbeit - bilden die Aquarelle. Eine Technik die ein erhebliches Maß an Komposition und Planung bedarf und keinerlei nachträgliche Korrekturen erlaubt. Was spielerisch und intuitiv wirkt, verdient mehr Aufmerksamkeit als eine Note oder eine Ausstellung im Schulhaus. 

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