Molekular im Raum

Anne Hundhausen

16.05.2010 - 30.06.2010
Eröffnung: Samstag, 15. Mai, 19 Uhr
 

Gezeigt werden handliche Arbeiten aus Wolle. Die Überschrift auf den Begleittexten ist nur schwer zu entziffern, als Kontrast zum rätselhaft gewordenen Titel wird der Herstellungsprozess gezeigt. Status Kunstwerk - zum einen wird es durch den handarbeitlichen Charakter, den die Anleitungen wenigstens zitieren, in einen kunsthandwerklichen Kontext gestellt, zum anderen stellt die potenzielle Reproduzierbarkeit des Kunstobjekts auch die Frage nach dessen Aura - nach dem Verhältnis von Original und Kopie. Anders jedoch als im Falle einer technischen Reproduktion (Druck/Fotografie), wird hier den Betrachtern die Möglichkeit gegeben, selber Hand anzulegen, ein eigenes Objekt nach dem Maßstab der Künstlerin anzufertigen.
Radikale Offenlegung des Produktionsprozesses, die Betrachter können zumindest gedanklich Re-Produzieren, die Zeitlichkeit des ursprünglichen Entstehungsprozesses ist verschleiert. Ein langer Entstehungsprozess, zu vergleichen mit der Malerei, bei der der erste Versuch auf der Leinwand ebenfalls immer wieder übermalt und korrigiert wird. In Hundhausens Arbeiten sieht der Rezipient die letzte Version einer langen Kette von Versuchen, vergleichbar mit einem Prototyp, der ein industrielles Forschungslabor verlässt.
(Saskia Hennig von Lange)
 

Anne Hundhausen (*1965 Bremen) studierte an der Hochschule für Gestaltung Offenbach, National College of Art and Design Dublin, Goldsmith´s College London. Erasmusstipendium Dublin / Sie lebt und arbeitet in Aschaffenburg. Ausstellungen: MA/PG - Show, London / dead or alive, BS, Baden Baden / Leidfaden durch die Wollhölle, osmotischer raum, Aschaffenburg / Stroh zu Gold, Galerie 33, Berlin / Ins Licht gerückt 4, NKV Aschaffenburg.

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