"In Memoriam" 
Helmut J. Gehrig

 

18. Dezember 2015 - 14. Februar 2016
 

 

Das Kornhäuschen feiert über den Jahreswechsel den 90. Geburtstag des 2012 in Aschaffenburg verstorbenen Malers Helmut J. Gehrig.

 

Der ausgebildete Grafiker arbeitete seit 1951 auch als freischaffender Künstler. „Ich will malen“, hin- und hergerissen zwischen Kunst, Familie und Gelderwerb war er einer der wenigen Künstler seiner Generation in Aschaffenburg, die sich im eigenen Werk mit der Abstraktion auseinandersetzen. Zusammen mit Walter Roos. Gunther Ulrich und Elisabeth Dering gehörte Gehrig mit zum Künstlerkreis des expressionistischen Malers Anton Bruder, der seit 1949 in Aschaffenburg lebte.

 

Gehrig wohnte mit seiner Familie seit 1984 im ehemaligen Rabbinatshaus, dem heutigen jüdischen Museum in Aschaffenburg, in dem er bis 2005 auch in seinem Atelier arbeitete. Sein Nachlass wird von seiner Tochter Peggy Gehrig verwaltet, darunter befinden sich Öl- und Acrylgemälde, Aquarelle, Zeichnungen, Druckgrafik und Materialcollagen. In einer ungewöhnlichen Hängung will das Kornhäuschen die Aktualität seiner Werke würdigen und stellt die Frage: Wie wird die Nachwelt mit dem Oeuvre des Künstlers umgehen?

 

Helmut J. Gehrig (*1926 in Gemünden), lebte seit 1928 in Aschaffenburg. Er absolvierte eine Lehre als technischer Zeichner und besuchte zeitgleich die Zeichenakademie in Hanau. 1944 wurde er zum Arbeitsdienst, dann zur Wehrmacht eingezogen und geriet in italienische Gefangenschaft. 1947 studierte er an der Werkkunstschule Darmstadt Malerei, Grafik sowie Schrift und arbeitet später als freischaffender Grafiker und Maler in der Werbebranche. Zahlreiche Ausstellungen u.a. in Aschaffenburg, Nürnberg, Würzburg, Bamberg und München. Helmut J. Gehrig verstarb 2012 in Aschaffenburg.

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